Aktuelle Warn-Hinweise

Hier informieren wir Sie über aktuelle Gefahren-Lagen im Einzugsgebiet des Stadtgebiet Ingolstadt.

Vorsicht beim Betreten von Eisflächen

Jedes Jahr, wenn die kalte Jahreszeit kommt, zieht es mehr und mehr Menschen hinaus in die verschneite Landschaft. Ein romantischer Spaziergang am zugefrorenen See – wer genießt nicht dieses Ereignis. Viele, vor allem junge Menschen können es kaum erwarten, auf einem zugefrorenen See in winterlicher Landschaft Schlittschuh zu laufen.

Winterliche Seen verbergen unter der Schnee- und Eisdecke aber auch einige Risiken die den Winterspaß deutlich trüben können. Eine geschlossene, tragende Eisdecke benötigt Zeit. Je nach Witterungsbedingungen und örtlichen Gegebenheiten mehrere Wochen bis Monate. Dabei beeinflussen eine Reihe von Faktoren die Eisbildung und deren spätere Tragfähigkeit.

Allgemein gilt: Fließende Gewässer frieren wesentlich langsamer zu und tauen eher wieder auf, als stehende Gewässer, wie z.B. Seen. Aber auch bei stehenden Gewässern ist die Eisdecke nicht durchgehend gleich dick. Ein- oder ausfließende Flüsse und Bäche beeinflussen die Eisbildung. Ebenso eingeleitete Industrieabwässer und eingeschlossene Fäulnisgase aus dem Boden. Zudem verringert eine geschlossene Schneedecke die Eisbildung, da Schnee die Kälte relativ schlecht weitergibt.

Aber auch wenn keinerlei Zuflüsse in stehenden Gewässern existieren, ist Vorsicht bei bewachsenen Ufern geboten. Der Pflanzenwuchs verringert die Eisbildung.

Eisdecken unter 10 Zentimetern sind grundsätzlich, vor allem für Menschenansammlungen, wie sie beim Schlittschuhlaufen unvermeidlich sind, lebensgefährlich.

Allgemein gilt: Verlassen Sie das Eis sofort bei Anzeichen, dass es brechen könnte. Hören Sie also ein Knacken oder Knirschen verlassen Sie bitte sofort das Eis. Am sichersten ist es, wenn sie sich dabei auf den Bauch legen, um das Körpergewicht möglichst großflächig zu verteilen. Auch dunkle Stellen auf dem Eis oder vorhandene Risse in der Eisdecke geben Aufschluss über die nicht ausreichende Tragkraft des Eises. Das Betreten von Eisflächen, wo Risse oder dunkle Flächen erkennbar sind, ist lebensgefährlich!

Vor allem sollte man vermeiden, ganz alleine Schlittschuh zu laufen. Sollte etwas passieren, dauert es entsprechend lange, bis Hilfe angefordert und eingetroffen ist. Grundsätzlich ist der sofortige Notruf eine der wichtigsten Maßnahmen. Zudem ist es hilfreich, sich vor dem Betreten des Eises umzuschauen, welche Hilfsmittel (z.B. am Seeufer aufgestellte Rettungsringe) im Falle eines Eisunfalls zur Verfügung stehen. In der Hektik der Situation können geeignete Hilfsmittel schnell übersehen werden. Der Helfer begibt sich ohne Hilfsmittel bei der Rettung unnötig in Gefahr.

Die wichtigsten Regeln zum Verhalten am und auf dem Eis hat die Wasserwacht auf einem Plakat zusammengestellt, welches Sie hier kostenlos herunterladen und ausdrucken können.
Eisregeln

Wie tragfähig ist Eis?


Betreten Sie Eisflächen nur wenn Sie sich absolut sicher sind, dass sie tragfähig genug sind!

Folgende Mindest-Eisdicken gelten als Empfehlung für das Betreten einer Eisfläche:
10cm: Einzelperson
15cm: Personengruppe
Infoblatt "Winterliche Gewässer"
Eiswarnung

Die Wasserwacht warnt vor einem Betreten der Eisflächen!


Das Eis ist nicht überall stark genug, um einen Menschen zu tragen!
Es besteht Lebensgefahr!