Kälte fördert Frohsinn
So, 06. Jan 2008, Hahnbach
Veranstalter: Wasserwacht Ortsgruppe Hahnbach

Viel Gaudi beim Vilsschwimmen der Wasserwacht
Volksfeststimmung am eingeschneiten Vilsufer! Hatte es am Abend zuvor auf der Vilsbrücke in Hahnbach noch Eisregen gegeben, standen am Dreikönigstag an die 100 Schaulustige auf der Brücke und entlang des Vilsufers in der Sonne. Pünktlich zum 29. Traditions-Winter-Vilsschwimmen der Wasserwacht Hahnbach unter Leitung von Daniel Weidner hatten sich bei fast frühlingshaftem Wetter 24 Damen und 44 Herren unter der Brücke versammelt.
Manche hatten Spitzhüte oder andere lustige Kopfbedeckungen auf, um auch ein wenig Faschingsstimmung einzubringen. Alle warteten in ihren Spezial-Schwimmanzügen auf das Startzeichen, um dann ins 4 Grad kalte oder für Rettungsschwimmer "warme" Wasser zu steigen.
Viel Spaß, ja fast bayerische Gaudi gab es da, als es vom Schneeboden hinein in die Fluten der Vils ging. Vor den mutigen Frauen und Männern lagen gut zwei Kilometer Wasserstrecke. Das Ziel war erstmals am "Kickenweiher", einige hundert Meter hinter dem sonst üblichen "Anschwimmpunkt" an der Kläranlage. So dauerte es auch fast eine Dreiviertelstunde, ehe die ersten drei Schwimmer von Organisationsleiter Weidner am Ufer empfangen wurden.
Es ging dann gleich weiter auf dem schneebedeckten Weg zum Feuerwehrauto, wo die Männer der Feuerwehr Hahnbach "mit der kalten Dusche lauerten". Die Schwimmer konnten gleich nach dem "Sauberspritzen" im warmen Auto zum Hallenbad fahren, um auch den Körper, dieses Mal aber mit etwas wärmerem Wasser, schön auf die Siegerehrung im Rittersaal vorzubereiten.
Für die ärztliche Betreuung stand wieder Dr. Franz Prösl mit seinem Team bereit, für den heißen Tee am Ziel waren die Leute vom Bayerischen Roten Kreuz ebenfalls zuständig. Für Teilnehmer, aktiv oder passiv, wie natürlich auch für die zahlreichen Zuschauer, war dieses Winter-Schwimmen ein wunderschönes Erlebnis. Die Absicherung lag wieder bei der Freiwilligen Feuerwehr Hahnbach. (Manfred Prasse, Amberger Zeitung, 07.01.2008)
Keine Angst vor Gänsehaut
Winter-Vilsschwimmen der Hahnbacher Wasserwacht wieder voller Erfolg
Das Wasser der Vils war am Sonntag vier Grad kalt gewesen. Gerade richtig für 68 Unerschrockene, die am traditionellen Winter-Vilsschwimmen der Hahnbacher Wasserwacht teilnahmen. Schon kuscheliger waren die Temperaturen, als technischer Leiter Daniel Weidner nach erfolgreichem Wassergang zur Siegerehrung im Rittersaal eine große und gut aufgelegte "Wasserwachtfamilie" begrüßen konnte.
Weidners Dank galt der BRK-Bereitschaft Hahnbach und Dr. Franz Prösl für den Sanitätsdienst während der gesamten Veranstaltung. Die Freiwillige Feuerwehr Hahnbach erhielt ein Extralob dafür, dass sie die Schwimmer beim Landgang abspritze und Start zurücktransportierte. Weidner vergaß auch nicht den Hausmeister Josef Rauch, der bei mit der Wasserwacht jede Menge Arbeit gehabt hatte. Die Ortsgruppen Auerbach und Vilseck-Sorghof hatten ihren Bus zur Verfügung gestellt. Der Hahnbacher Ortsgruppe wurde allseits wieder eine sehr gute Organisation der ganzen Veranstaltung bescheinigt.
Bürgermeister Norbert Bösl meinte, dass dieses Winter-Vilsschwimmen nicht nur gute Tradition sei, sondern auch das gute Image Hahnbachs weiter fördere. Den Schwimmern selbst dankte Bösl für deren Engagement. Bei solchen Anlässen zeige sich ganz klar, dass Rettungs- Schwimmer immer einsatzbereit seien. Der Bürgermeister dankte für den Aufsichtsdienst der Wasserwacht im Hallenbad und erinnerte kurz an dessen Sanierung. Der stellvertretende Vorsitzende der Wasserwacht Bayern, Oliver Mignon, betonte die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen und freute sich über die hohe Teilnehmerzahl von 68 Schwimmerinnen und Schwimmern. Mignon ging kurz auf die allgemeine Situation bei der Wasserwacht ein und betonte die Wichtigkeit der Ehrenämter und der Präsentation der Wasserwachtarbeit in den Medien.
Zusammen mit Bürgermeister Norbert Bösl ehrte Weidner dann die drei stärksten Teilnehmer-Gruppen mit Pokalen. Die älteste Teilnehmerin, Gisela Ziegler-Graf aus Berg, erhielt ein Geschenk.
Die Reihenfolge der teilnehmenden Ortsgruppen, gestaffelt nach der Anzahl der Schwimmer: Hirschau mit 20 Teilnehmern klar vor Vilseck-Sorghof (14) und Amberg (11). Sulzbach-Rosenberg (3), Bamberg und Berg (je 2), sowie Auerbach und die am weitesten angereisten WW-Freunde aus Miltenberg hatte je einen Teilnehmer. Die Hahnbacher selbst waren mit 14 Schwimmern am Start, natürlich "Pokal-mäßig" außer Konkurrenz.
(Manfred Prasse, Amberger Zeitung, 08.01.2008)