Schwimmende Lichter zu Ehren des heiligen Nepomuk
Sa, 28. Mai 2011, Würzburg
Veranstalter: Wasserwacht Ortsgruppe Würzburg
Am Abend des 28. Mai 2011 glich der Main in Würzburg für eine halbe Stunde einem Lichtermeer - die Wasserwacht hat in Kooperation mit der Ackermann-Gemeinde des Bistums Würzburg hunderte Teelichter zur traditionellen Feier des St.-Johannes-Nepomuk-Tages ausgesetzt.
Dies geschieht zu Ehren des Generalvikars Johannes von Nepomuk, der 1393 in Prag gefoltert und ermordert wurde, da er sich gegen die königliche Unterdrückung gewandt und aufbegehrt hatte. Auf Geheiß von König Wenzel IV stieß man Nepomuk von der Prager Karlsbrücke in die Tiefe, sodass er in den Fluten der Moldau den Tod fand. Die schwimmenden Lichter, die die Wasserwacht alljährlich im Rahmen des St.-Johannes-Nepomuk-Festes der Ackermann-Gemeinde aussetzt, gehen auf die Überlieferung zurück, fünf Flammen hätten jene Stelle im Fluss markiert, an der der Leichnam des Ertränkten im Wasser trieb. Heute gilt Johannes von Nepomuk unter anderem als Schutzpatron für Verschwiegenheit und gegen Wassergefahren - als Brückenheiliger schmückt er unzählige Brücken in ganz Europa.
Dem Lichterschwimmen vorausgegangen war ein Festgottesdienst in der Neumünsterkirche, eine Lichterprozession sowie eine Andacht auf der Alten Mainbrücke. Die Wasserwacht Würzburg organisiert seit Jahren das Lichterschwimmen, mit dem in diesem Jahr die Renovabis-Pfingstaktion der katholischen Kirche beginnt, die unter dem Motto der gemeinsamen Verantwortung in Ost und West steht. Mit drei Booten und 13 Einsatzkräften sorgte die Wasserwacht für einen reibungslosen Ablauf des Lichterschwimmens.